Hydrotherapie für Kleinhunde

Vorwort

Die Möglichkeit dieser speziellen und schonenden Therapie kann ich Ihnen nur anbieten, wenn Ihr Tier klein genug ist, um die Übungen in der Badewanne durchführen zu können!

Wirkungsweise

Die Hydrotherapie oder Badetherapie bietet viele Vorteile.

Die Arbeit im Wasser steigert nachweisbar:
die Kraft und Ausdauer der Muskulatur
das Bewegungsausmaß
die Ausdauer des Herz-Kreislauf-Systems
die Mobilität
das Wohlgefühl

Sie bietet eine sehr gelenkschonende Möglichkeit des Muskelaufbaus.

Ein anderer, wichtiger Effekt ist hierbei die Reduktion von Schmerzen.

Studien am Menschen haben diese Vorteile bestätigt. Daher liegt die Annahme nahe, dass ähnliche Nutzen für das Tier entstehen.

Durchführung

Gewöhnungsphase
In dieser Phase des Trainings wird der Hund zunächst langsam an das Wasser gewöhnt.
Es werden Temperatur sowie Wassertiefe angepasst, so dass das Tier eine eventuelle Scheu gegen das Medium verliert.
Hierzu reicht es schon aus, den Hund anfangs 2-3 Minuten nur "schweben" zu lassen. Dies gelingt am Besten mit einer Schwimmhilfe.
Ist der Hund in dieser Situation bereits gelassen und ruhig, kann der Therapeut auch schon beginnen leichte Massagen anzuwenden.

Aufbauphase
Ist das Tier einmal ans Wasser gewöhnt, kann der Therapeut die unterschiedlichsten Übungen mit einbauen.
-Das einfache Stehen
Durch den Auftrieb des Wassers wird ein Großteil des Gewichtes von den Gelenken genommen und die Muskelanspannung, die das Tier zum Stehen benötigt, wird reduziert.
-Passive Bewegungsübungen
Hierbei bewegt der Therapeut die Gliedmassen des Hundes und simuliert somit Lauf-/ Gehbewegungen
-aktive Bewegung
Der Hund läuft im Wasser
-Schwimmen
Hier ist die Wassertiefe so angepasst, daß der Hund mit Schwimmhilfe den Boden der Wanne mit seinen Beinen nicht mehr berühren kann und somit schwebt. Die Gelenke können dann entweder aktiv oder passiv bewegt werden.

Wichtig:

Schwimmen ist sehr anstrengend für die Hunde. Hierbei darf man die Zeit nicht unterschätzen (je nach Kondition des Hundes können 2 Minuten durchaus ausreichend sein!).

Besser mehrmals die Woche kurz trainieren, als einmal zu lange!

Sollte einmal eine Verschlechterung des Zustandes eintreten, wird sofort das Trainingsmaß wieder herabgesetzt und die Intensität den neuen Gegebenheiten angepasst!

Nach der Therapie
Nach jeder Wassertherapie ist zu beachten:

-der Hund muss gut abgetrocknet werden
-er darf keinesfalls frieren oder Zugluft abbekommen
-eine Ruhephase unter einer Wärmelampe wäre ideal